Käuze fühlen sich im Wental wohl

Naturfreunde folgten dem NABU Gmünd und Heidenheim auf ihre Eulenexkursion

Der Uhu - unsere größte einheimische Eule. Foto: NABU
Der Uhu - unsere größte einheimische Eule. Foto: NABU

 Ein vollmondbeschienener Abend im abgeschiedenen Wental – das könnte eine

romantische Szenerie sein, lägen die Temperaturen nicht knapp über dem

Gefrierpunkt. Den Raufußkauz indessen stört das nicht. Unermüdlich schickt er

seinen typischen Ruf durch den Wald, der sich ein wenig so anhört als übe ein

Kind den Indianerschrei. Damit lockt er Weibchen an und schreckt Rivalen ab.

 

Also doch eine Romanze bei klammer Temperatur? Auf jeden Fall erlebt der Raufußkauz gerade den Beginn eines vielversprechenden Jahres, wie NABU-Vogelexperte Martin Palaoro den etwa 50 Teilnehmern an der Eulenexkursion der Naturschutzorganisation erklärt. Denn im Herbst gab es reichlich Bucheckern – die Lieblingsnahrung mehrerer Mäusearten. Die Nager vermehren sich entsprechend stark, und so ist auch für Mäusejäger wie den Raufußkauz und andere Eulen der Tisch gedeckt.

 

Dass die eher kleinen Raufußkäuze auf der Ostalb vorkommen, ist etwas besonderes –

sie haben hier eine „Verbreitungsinsel“, wie der Biologe sagt. Dennoch sind sie

sehr reisefreudig und nicht in jedem Jahr hier anzutreffen, so Palaoro.

Vielmehr fliegen sie Gebiete an, in denen sie viel Nahrung finden. So seien

Raufußkäuze, die vom Eulenspezialisten Erwin Lang aus Treffelhausen mit Ringen

markiert worden sind, auch schon in Dänemark beobachtet worden.

 

Für die Naturfreunde aus Gmünd und Heidenheim ließ der Raufußkauz nicht nur seinen

Ruf ertönen, sondern legte im Dämmerlicht sogar gut sichtbar eine Flugrunde ein

– während der Sperlingskauz, mit der Größe eines Staren die kleinste heimische

Eule, nur ihre hellen, überhaupt nicht eulenhaften Laute zu hören gab. Schon

zuvor hatten die Vogelbeobachter einen Waldkauz in voller Pracht auf dem Kamin

eines Gebäudes sitzen sehen. Ansonsten machte sich der vom NABU zum „Vogel des

Jahres 2017“ gekürte Vogel jedoch rar – erst ganz zum Schluss erklang von ferne

sein volltönendes „Huuh-hu-huu“.

 

 

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