NABU gegen Bebauung des Nepperbergs

„Gmünds wichtigsterGrüngürtel stirbt scheibchenweise“ – Naturschützer appellieren an dieStadträte, den naturnahen Hang zu schützen

Die Gmünder Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hat sich klar gegen eine Bebauung des Nepperbergs im Zusammenhang mit den Plänen für ein Sport- und Spaßbad an der weiter unten gelegenen Nepperbergstraße ausgesprochen. Zu Gunsten eines

Projekts von fragwürdigem Erfolg würde damit der Baudruck auf die einzigartige

und klimatisch wichtige Taubental/Nepperberggebiet weiter verschärft.

 

„Ein Hallenbad mit 50-Meter-Trainingsbahn lässt sich auch unterhalb der Nepperbergstraße auf dem ehemaligen Gartenschauparkplatz verwirklichen, ohne den Hang zu bebauen“, sagte Walte Beck, Vorstandsmitglied der Gmünder NABU-Gruppe. „Die Zerstörung dieses Grüngürtels zu Gunsten einer Freizeiteinrichtung, von der in der weiteren Umgebung schon mehrere existieren, lehnen wir ab.“

 

Beck erinnerte daran, dass der Nepperberg gemeinsam mit dem Taubental und dem Lindenfirst ein stadtnahes Natur- und Erholungsgebiet bilden, „um das uns andere Städte beneiden“. Der Nepperberg sei für ankommende Bahnreisende die „grüne Visitenkarte“ von Schwäbisch Gmünd und zudem die Heimat geschützter Vögel, Insekten und Fledermäuse.

 

„Wir haben aber nicht den Eindruck, dass dies allen Akteuren in der Stadt bewusst ist“, so Beck. In der Vergangenheit sei das Gebiet durch zahlreiche Bebauungen immer weiter eingeschränkt worden, so etwa durch Wohnbebauungen im unteren Taubental und auf dem ehemaligen Pfanderschen Grundstück am Salvator. Mit den Spaßbadplänen und der Erweiterung des Schönblicks werde diese Entwicklung fortgesetzt.

 

„Gmünds wichtigster Grüngürtel stirbt scheibchenweise“, so Beck. Der NABU, der in und um Schwäbisch Gmünd rund 700 Mitglieder hat, stellt sich damit an die Seite des BUND. Dessen Geschäftsführer Andreas Mooslehner hatte sich schon zuvor gegen die Absicht der Stadt zum Bau eines Spaßbades am Standort Nepperberg ausgesprochen.

 

„Erstaunt“ zeigte sich der NABU über die vehemente Fürsprache des Handels- und Gewerbevereins und der Initiative Pro Gmünd zugunsten des Projekts. „Einem ,Mosaikstein‘ und der vagen Aussicht, dass die Stadt dadurch attraktiver werden könnte, wird hier alles untergeordnet“, so Beck. Offenbar seien Probleme des Flächenverbrauchs und des Stadtklimas nur etwas für Sonntagsreden.

 

An die Stadräte aller politischen Richtungen appellierte er, frühzeitig auf Mitsprache zu pochen und auf die Prüfung von Alternativen zu dringen. „Wenn bereits ausgearbeitete Pläne

vorliegen, wird es sehr schwierig sein, noch eine Alternative ins Gespräch zu bringen.“

 

ENDE

 

BU1:

Von der Nepperbergstraße aus gesehen wirkt der Hang wie eine grüne Wand. Foto:

NABU

 

BU2:

Ein näherer Blick zeigt die abwechslungsreiche Vegetation aus Gehölzen und

teils alten Bäumen. Foto: NABU

 

BU3:

Der ehemalige Gartenschauparkplatz unterhalb der Nepperbergstraße reicht nach

Ansicht der Naturschützer für einen großzügigen Hallenbadbau aus. Foto: NABU

 

BU4:

Der Blick von oben zeigt den Nepperberghang als Idyll. Foto: NABU

 

 

 

 

Vogel des Jahres

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2018 Mehr

Tier in Not?

Sie haben in der Region Schwäbisch Gmünd ein hilfloses oder verletztes Tier gefunden und wissen nicht, was Sie tun sollen? Hier finden Sie Rat:

 

Fledermäuse:

Walter Beck, 0151 40 38 60 66

Bernd Streit, 07975 35 89 977 

oder 0176 57850251

 

Große Wildvögel:

Karin Rentschler

07363 81 62 058, oder

0173 66 06 615, oder

Elke Wengert 0176 4208 7993

 

Wildvögel, Kleinsäuger:

Elke Wengert 0176 4208 7993

NAJU Gmünd

Machen Sie uns stark

An den NABU spenden


NABU-Aktion "LivingLand"